Allgemein
- Drei Eigenschaften bestimmen die Qualität der Ausrüstung: Gewicht, Packmaß, Nutzwert.
Küche
- Gabel und Löffel reichen als Essbesteck aus. Ein scharfes Messer hat man sowieso dabei.
Nahrung
- Tütensuppe ist schlecht. Der extrem niedrige Nährwert und die Geschmacksverstärker rufen mehr Bedürfnisse hervor als sie stillen. Stattdessen pro Tag einen Brühwürfel mitnehmen (Fett!), evtl. mit einer Zwiebel oder Glasnudeln kombinieren.
- Mehl statt Brot. Mit Mehl und ein wenig Wasser hat man schnell einen saftigen, warmen Teigfladen gebacken und spart Gewicht und Nutzraum im Rucksack.
Pflanzen
- Nur essen, was man eindeutig als essbar identifiziert hat. Viele Pflanzen machen krank, high oder tot. Viele harmlose Pflanzen ähneln giftigen, was Verwechselungen fördert.
- Kenne die Wirkung der verschiedenen Heilkräuter, bevor Du sie isst. Selbst als harmlos geltende Pflanzen wie Löwenzahn oder Schafgarbe bergen unerwartete Nebenwirkungen.
- Pflanzen vor dem Verzehr kochen. Das tötet eventuelle Krankheitserreger wie z.B. Tollwut (durch Urin von Füchsen).
Schlafsack
- Schlafsack nicht rollen oder falten. Der Schlafsack wird mit dem Fussende voran Stück für Stück in den Kompressionssack gesteckt. Durch Rollen oder Falten werden immer die gleichen Stellen beansprucht und der Schlafsack verliert schneller seine Bauschkraft.
- Zur längerfristigen Lagerung den Schlafsack nicht im Kompressionsbeutel lassen. Stattdessen ausgerollt oder in einem sehr grossen Netzbeutel lagern, damit sich der Schlafsack erholen kann. Nach einem halben Jahr im Kompressionsbeutel ist der beste Schlafsack Schrott.
Schuhe
- Über nacht trockene Papier- oder Stoffknäuel in die feuchten Schuhe stecken. Diese nehmen verdunstete Feuchtigkeit auf, der Schuh trocknet deutlich schneller.
Tiere
- Vorsicht vor zutraulichen Tieren. Sie sind möglicherweise krank (z.B. Tollwut) oder stärker als sie aussehen, in jedem Fall aber unberechenbar und gefährlich.
- Vorsicht vor Jungtieren. Ihre Eltern sind nicht weit und möglicherweise weniger gutmütig. Ein wütendes Wildschwein ist lebensgefährlich.
Ubernachtung
- Hängematten,Schutz vor Tau, Tieren und Insekten. Das richtige Modell spart Platz (1L) ist leicht (200g) und Stabil (Nylon)
Wasser
- Tiere kennen den Weg zur nächsten Wasserstelle. Finde Wildpfade und folge bei Gabelungen dem Weg, auf den der spitze Winkel zeigt; er führt zur nächsten Wasserstelle.
Wärme
- Achte darauf, dass Du warm bleibst: Man überlebt 3 Minuten ohne Luft, 3 Stunden ohne Wärme, 3 Tage ohne Wasser und 3 Wochen ohne Essen. Außer in den Tropen wird es fast immer und überall nach Sonnenuntergang so kühl, dass man einen warmen Schlafplatz braucht.
Übernachtung
- Auf Wiesen bildet sich morgens Tau. Was man abends auf trockene Wiesen legt (z.B. Schlafsäcke, Decken, Zelte, Menschen), ist morgens wahrscheinlich nass. Wenn möglich, lieber am oder im Wald schlafen.
- Minimalisten sparen sich das Zelt. Stattdessen einen Poncho mit Stöcken und etwas Seil zum Zelt umbauen.
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