Hochstein

Fragt man einen Pfälzer Kletterer nach einem Ausflugsziel für eine Klettertour, dann kommt als erste Antwort: “Hochstein”. Und das aus gutem Grund: 67 Routen in den Schwierigkeitsgraden 3 bis 9+, fast durchgehend ebener Wandfuß, Felshöhen von bis zu 42m und Sonne satt. Hier ist für jeden was dabei, und scheinbar ist auch jeder dort: an Wochenenden kann’s schonmal voll werden.

Soldatenhütte

Soldatenhütte

Wir sind natürlich zunächst einmal zu Fuss auf den Gipfel des Massivs gegangen und haben den herrlichen Ausblick genossen. Von der “Soldatenhütte” aus kann man bis nach Pirma(non)sens schauen. Ein weiterer Blick in unseren Kletterführer Pfalz, für diese Region absolute Pflichtlektüre, hat uns zusätzlich über einen Vorfall in der frühen Geschichte der Örtlichkeit informiert:

“Sehr wahrscheinlich versuchte bereits um 1885 herum ein Student aus Dahn den Gipfel mittels Sprung vom Massiv zu erreichen. Der Überlieferung nach glücke ihm dies auch. Allerdings konnte er seinen Ruhm nicht lange genießen, denn beim Sprung zurück stürzte er zu Tode.”

Die Dahner Universität musste offenbar schliessen, nachdem ihr einziger Student den Freitod im freien Fall gesucht hat. Nach dieser wenig ermutigenden Einleitung geht’s im Kletterführer nicht weniger sarkastisch weiter. Der Kommentar zur Route “Steinbier” (9/9+) ist kurz und bündig: “Motivationsfrage”.

Man könnte wahrscheinlich ganze Bücher über die Routen und Geschichten zum Hochstein füllen, aber das Beste ist sicher, ihr fahrt selbst hin und schaut euch die Sache mal an. Zum Einstieg in die Südpfalz und zum Wiederkommen sehr empfehlenswert.

Für Anfänger besonders reizvoll: bei einigen Routen ist der Abseilring sehr gut zu Fuss erreichbar, d.h.: Toprope!

Anfahrt
1km südlich von Dahn (B 427) auf dem unbefestigten Parkplatz parken. Am Schild vorbei nach Norden bis unter die Felsen (5 Minuten).


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